Legionellen im Trinkwasser

Professionelle Hausverwaltung in Rüsselsheim und Umgebung

Legionellen im Trinkwasser: Vorsorge, Pflichten und Hilfe im Ernstfall


Legionellen sind Umweltkeime, die sich in warmem Wasser zwischen 25 °C und 50 °C vermehren. Besonders in stagnierendem Wasser (z. B. durch leerstehende Wohnungen) oder mangelhaft gedämmten Leitungen finden sie ideale Bedingungen. Atmen Bewohner feine Wassertropfen (Aerosole) z. B. beim Duschen ein, droht eine schwere Lungenentzündung (Legionärskrankheit).

Um dieses Risiko zu minimieren und den gesetzlichen Pflichten nach der Trinkwasserverordnung (TrinkwV) gerecht zu werden, müssen Betreiber und Eigentümergemeinschaften konsequent handeln.


Wie Sie Legionellen vorbeugen:

  • Temperaturregelung: Die Wassertemperatur am Austritt des Trinkwassererwärmers muss dauerhaft auf mindestens 60 °C eingestellt sein. Im gesamten zirkulierenden Leitungssystem darf die Temperatur nicht unter 55 °C fallen.
  • Wasserfluss sichern: Wasser darf nicht in den Leitungen stehen. Unbenutzte Zapfstellen (z. B. in Leerständen) müssen mindestens alle 72 Stunden manuell oder über Spülstationen gründlich gespült werden.


Wie Sie bei Legionellenbefall reagieren müssen:

  • Meldung und Information: Wird der technische Maßnahmenwert von 100 KBE/100 ml (Koloniebildende Einheiten) überschritten, müssen wir als Hausverwaltung das Gesundheitsamt informieren und die Bewohner unverzüglich unterrichten.
  • Gefährdungsanalyse veranlassen: Es muss umgehend eine Risiko- und Gefährdungsanalyse durch einen zertifizierten Sachverständigen erstellt werden, um die genauen Ursachen zu klären.

Die Lösung bei Befall:

  • Thermische Desinfektion: Als Akutmaßnahme koordinieren wir die Aufheizung der gesamten Anlage auf über 70 °C. Jede Entnahmestelle im Gebäude muss für mindestens 3 Minuten mit heißem Wasser gespült werden, um die Bakterien abzutöten.
  • Dauerhafte Beseitigung: Eine thermische Desinfektion tötet Keime akut ab, löst aber keine baulichen Mängel. Für eine dauerhafte Lösung beseitigen wir in Zusammenarbeit mit zertifizierten Partnerfirmen ungenutzte Rohrleitungen (Totleitungen), optimieren das Zirkulationssystem und dämmen Kaltwasserleitungen ab.

Achtung Verbrühungsgefahr: Während einer thermischen Desinfektion besteht durch das extrem heiße Wasser akute Verbrühungsgefahr. Diese Maßnahme darf nur durch geschulte Fachbetriebe koordiniert und angekündigt werden.

"Bei Legionellenbefall besteht eine gesetzliche Meldepflicht nach der Trinkwasserverordnung. Mieter müssen unverzüglich über die Messwerte und mögliche Einschränkungen informiert werden. Auch bei solchen Notfall-Infos müssen die Aushänge datenschutzkonform gestaltet sein – keine personenbezogenen Gesundheitsdaten im Treppenhaus."

Als Ihre Hausverwaltung unterstützen wir Sie mit unserem Know-how und vermitteln zertifizierte Fachfirmen, die sowohl die thermische Desinfektion als auch eventuell notwendige Umbauten sicher und rechtskonform für Sie ausführen.

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